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Research Methods, Ethics, Coursework, Electroshocks and Fridges

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Gestern hatten wir Research Methods I. Es ging um Ethik in der Forschung und wieso das für uns von Interesse sei.
Als erstes musste Pat (der Dozent) jedoch ein bestürzten Kazemzadeh Afshar Oroumiyeh (Nachname (?) aus Datenschutz- und Platzgründen ausgelassen) beruhigen. Kaz’ Problem war, was Ethik mit Software Entwicklung und Datenbanken zu tun hat..das ging ein Momentchen.
Danach hörten wir eine spannende und unterhaltende Vorlesung was Ethik in der Forschung ist, wie uns das betrifft (er musste von der Ethik Kommission unsere Coursework beglaubigen lassen), und was die Konsequenzen sind falls wir absichtlich gegen die 6 Grundregeln der Ethik Kommission verstossen (Worst case: Blacklisting von ganzen Departementen).
Ein .. erschreckendes Beispiel von einem fraglichen Forschungsexperiment ist das Milgram Experiment (1963). Zusammengefasst ging es dort um to test how much pain an ordinary citizen would inflict on another person simply because he was ordered to by an experimental scientist. Dabei wurden zufällig Personen auf der Strasse ausgewählt die im Labor einen Schauspieler (sie wissen jedoch nicht dass es sich um einen Schauspieler handlet!) nach Wörtern und deren Bedeutung abfragen musste. Falls die Testperson (der Schauspieler) einen Fehler macht (also wenn er die Uebersetzung nicht weiss) dann kann die Person von der Strasse der Testperson einen Stromschock zwischen 45 und 450 Volt geben. Dabei ist bei 450 Volt gross die Warnung angeschrieben lethal (tödlich). Natürlich fliesst kein richtiger Strom, aber die Person weiss das nicht, sie meint tatsächlich dass er den Schauspieler elektrisiert. Der Schauspieler reagiert auf den Stromstoss mit lauten Schreien und er verlangt, dass er aus dem Untersuchungsraum entlassen wird. Die Person von der Strasse hat einen Test-Leiter hintersich der ihm streng sagt, dass er weiter machen sollte.
Das schreckliche Resultat des Versuches ergab, dass 65% der zufällig ausgewählten Passanten dem Schauspieler tatsächlich einen tödlichen Stromstoss von 450 Volt gegeben hätten (falls Strom geflossen wäre) obwohl sie genau wussten, dass sie damit die andere Person umbringen. Der Versuch zeigte wie weit Menschen gehen nur weil Ihnen gesagt wurde dass Sie weitermachen sollen.

Solche Versuche würden heutzutage natürlich nicht mehr zugelassen, da man den Passanten unter unglaublichen Stress setzt, da er das Gebäude verlässt mit dem Gedanken, dass er soeben jemand getötet hat.

———

Neben Research Methods haben wir ebenfalls in allen anderen Fächern Coursework die im Dezember fällig ist.

  • In Advanced Program Design müssen wir jede Woche eine neue Programmier Exercise abgeben
  • In XML & Structured Information müssen wir in XSLT gewisse Algorithmen auf gerichtete Graphen umsetzen, das ganze Dokumentieren etc
  • In Distributed Systems & Security müssen wir einen stateless Fileserver mit Dokumentation bis zum 18. Dezember fertig haben

———

Hier gibt es noch ein Bild meines Kühlschrankes für die Interessierten 🙂

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Written by jk

November 1, 2006 at 9:57 pm

Posted in QMUL

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